Omnis amans amens

…nothing is desperately important and the joy of life is just looking at it

Monat: April, 2014

HIMYM – 6 – You’ll never walk alone

Doch das Schicksal ließ sich von derlei Hindernissen nicht aufhalten und so hatten B. und er eine Verabredung nach der anderen. Sie verstanden sich bestens und doch passierte nichts. Egal ob Essen, Cafe, Kino, etc. es passierte nichts. Nicht das er sie nicht hätte küssen wollen, nicht das sie ihn nicht hätte küssen wollen, aber bei aller Nähe waren doch immer 5cm Sicherheitsabstand wie eine durchsichtige Wand. Wahrscheinlich war es die Angst vor der Zurückweisung, die Angst, dass diese schöne Zeit vorbei sein könnte. Die Angst, dass es nie mehr so sein wird wie es vorher war. Mit Sicherheit konnte er es nicht sagen, aber er war gefangen in der Situation und konnte nicht raus aus seiner Haut. Die gemeinsame Zeit mit B. war einfach zu schön, um sie durch einen Kuss zu gefährden.

Es war mittlerweile Herbst geworden und die Schmetterlinge fingen an sich für den Winter vorzubereiten. Es war ein Samstag und er musste zu einem Familienessen bevor er mit Freunden in einem Club feiern wollte. B. wollte und konnte nicht mit, da sie selbst eine große Familienfeier hatte. Sie fragte ihn allerdings ob er auf dem Weg nicht kurz auf der Feier vorbei kommen wollte, was er letztlich auch tat. Es war eine sehr große Feier die bereits aufgrund der Uhrzeit einen lustigen Status erreicht hatte. Er lernte ihre komplette Verwandschaft kennen, die sich freuten ihn kennen zu lernen. Hätte er gewusst was auf ihn zukommt wäre er wahrscheinlich gar nicht vorbei gekommen, aber jetzt war er nun einmal da. Es war eine schöne Feier, aber irgendwann musste er weiter, um seine Freunde wie verabredet zu treffen. B. begleitete ihn noch zu seinem Auto.  Die Feier, die Verwandten und die anderen Gäste boten viel Gesprächsstoff und so standen sie in der kalten Herbstnacht vor seinem Auto und quatschten und quatschten und quatschten. Mittlerweile war es weit nach Mitternacht und B. musste zurück zu der Feier. Als er sich verabschieden wollte nahm sie seinen Kopf in die Hände und küsste ihn. Einfach so. Und seitdem „streiten“ fragen sie sich jedes Jahr im Herbst, ob sie an einem Samstag oder Sonntag zusammen gekommen sind.

 

Die liebe Madame Contraire hat heute einen sehr schönen Eintrag über den Schienenersatzverkehr geschrieben. Ich möchte ihren Gedanken zum Abschluss aufnehmen. Manchmal denkt man, dass der Zug nicht da ist oder nicht abfährt. Manchmal nimmt man den falschen Zug und muss mühsam wieder zurück laufen. Manchmal hat man auch Glück und der Zug wartet bis man eingestiegen ist. Ich hatte großes Glück und wünsche allen auf der Suche nach ihrem richtigen Zug viel Glück .

HIMYM – 5 – You don’t always get what you want

Er war wieder frei und doch war die Unbeschwertheit des Sommers weg. Mit dem Spätsommer kam das nächste Fest und er traf B. wieder. Er hatte B. ab und an sporadisch gesehen, unter anderem da C. sich wahrlich um B. bemüht hatte (Allerdings hatte C. keinerlei Erfolg bisher und es sah auch nicht danach aus, als ob sich daran je etwas ändern sollte). Nach der Trennung von S. intensivierte sich der Kontakt, unter anderem da er mit B. stundenlang sprechen konnte. Egal ob persönlich oder am Telefon. Ein Wort gab das andere und es herrschte eine Leichtigkeit. Das Spätsommerfest war eine willkommene Entschuldigung sich mehr oder weniger zufällig zu treffen und so beschloss man das große Feuerwerk gemeinsam zu sehen. Es war ein schöner Tag und er war in heller Vorfreude auf den Abend als S. spontan vorbei kam, um etwas abzugeben. Es war ein vorgeschobenes, durchsichtiges Argument aber nun rächte sich, dass er nicht die wahren Gründe für die Trennung auf den Tisch gelegt hatte. Es wurde ein sehr trauriger Nachmittag, der letztlich nur Verlierer übrig ließ. S. fuhr irgendwann unverrichteter Dinge wieder weg und er machte sich widerwillig auf den Weg zum Feuerwerk, obwohl er lieber sich zu Hause verkrochen hätte. B. freute sich sehr auf das Wiedersehen und konnte die deprimierte Stimmung und Schweigsamkeit von ihm nicht einordnen. Es war ein mehr als beschissener bescheidener Tag, so ganz anders als geplant.

 

 

HIMYM – 4 – Should I stay or should I go

C. und er machten sich auf den Weg auf eine verrufene Partyinsel im Mittelmeer. Nun, obwohl es bereits Hochsommer war, hatte die Saison noch nicht richtig begonnen, und es war eher wenig los. Das ausgesucht Budget Hotel war so unglaublich billig, dass man das Gefühl hatte, dass die Autos direkt durch das Bett fahren. Das Bad war so klein, dass rückwärts reingehen musste, da innen kein Platz zum Wenden war. Der Fraß die vorgesetzte Nahrung hatte ihren Namen nicht verdient und es war nur der Hunger, der es rein trieb.  Der Hotelwechsel gestaltete sich zum Glück als völlig beschwerdefrei. Das neue Hotel war jetzt auch nicht das Adlon aber verglichen mit der vorherigen Absteige war es geradezu Luxus. Das Essen war nicht gut, allerdings konnte man erkennen, was es einmal war bevor es in den Topf bzw. Pfanne kam. Die Insel füllte sich langsam und so konnten die Feierlichkeiten langsam beginnen. Durch Zufall traf man noch Bekannte aus der Heimat und mit einem Mal wurden die Nächte zu Tagen und die Tage zu Nächten. Im Hotel hatte er auch P. und ihre Freundin kennen gelernt. P. wohnte in einem ganz anderen Teil Deutschlands und hätte so eine gute Urlaubsbeziehung werden können, wenn S. nicht gewesen wäre. Hätte, wäre, wenn, es war müßig weiter darüber nachzudenken, denn es war wie es war und so feierte man weiter durch die Clubs der Insel und war insgeheim wieder froh, als man endlich im Flugzeug nach Hause sass und schlafen konnte. S. freute sich sehr und holte ihn am Flughafen ab. Seine Freude hielt sich in Grenzen, da die Erinnerungen an P. einfach nicht aus dem Kopf wollten. Es war zum Heulen. Im Urlaub hatte er mit P. lange Gespräche geführt und immer an S. gedacht. Jetzt war er wieder bei S. und dachte immerzu an P. Allzu viel Zeit für Gedanken war allerdings nicht, denn es ging nach wenigen Tagen mit C. zum bereits geplanten Detox Urlaub nach Nordeuropa weiter. Dort war es stinklangweilig und aufgrund des Sonnenstandes war Schlafen nicht so einfach wie erhofft.

 

Zurück in Deutschland ging bald darauf eine neue berufliche Episode los. Die Beziehung mit S. erreichte die nächste Ebene und man lernte die jeweiligen Eltern kennen. Die Gedanken an P. verblassten und das Leben schien, auch aufgrund der neuen Arbeit, endlich in ruhigere Bahnen zu laufen. Er verstand sich gut mit der Mutter von S. aber der Kontakt mit ihrem Vater war von Anfang kühl.  Das Verhältnis war nicht schlecht, aber auch nicht gut.  Es war ein Non-Event, was zunächst nicht weiter störte. Das Leben plätscherte ohne besondere Ereignisse und Erinnerungen dahin. Im Nachhinein mehr als bezeichnend und mehr als deutlich, dass die Beziehung in so einer frühen Phase bereits einen Zustand erreicht hatte, die andere erst nach Jahren erreichten. Er hatte es allerdings noch nicht so wahrgenommen und S. wahrscheinlich auch nicht. Eines späten Abends verließ er das Haus von S. und traf auf dem Weg zum Auto ihre Eltern. Der Zustand des Vaters war so desolat, dass es ihm Angst und Schrecken einjagte, dass dieser Mann der potentielle Großvater seiner ungeborenen Kinder sein könnte. Mit einem Mal war er geradezu panisch, dass S. ungewollt schwanger werden konnte. Eine Panik, die eine Fortführung der Beziehung unmöglich machte. So beendete er, unter fadenscheinigen Gründen, bereits nach wenigen Wochen wieder die Beziehung. Er hatte nicht den Mut S. die wahren Gründe zu nennen und betrog sich selbst mit der Begründung, dass es doch auch für S. besser so ist. Er wollte nicht auch noch ihr Verhältnis zum Vater zerrütten.

 

HIMYM – 3 – Los Wochos

Eine Woche später, es war wieder eine lange Nacht auf einem Volksfest gewesen, wachte er Sonntags morgen auf. Obwohl er nur Wasser getrunken hatte, fühlte er sich erstaunlich schlecht und innerhalb von 12h ging es ihm so dreckig, dass er nur noch mit Fieberträumen im Bett lag. Laut Wikipedia eine sehr häufige und normalerweise harmlose Viruserkrankung, die 95% der Erwachsenen unter 30 Jahren bekommen. Symptone können geschwollene Lympknoten (yes), Halsentzündung (yes), Milzvergrößerung (yes), Bauch, Muskel und Kopfschmerzen (all of the above), Appetitlosigkeit (yes), Depression (nun, es ging ihm so dreckig, dass das nicht so einfach festzustellen war), allgemeine Schwäche (yes), Schüttelfrost (yes), trockener Husten (yes), Übelkeit (yes), Nachtschweiß (nicht nur Nachts) sein. In seinem Fall bedeutete es 14 Tage lang ohne Kontakt zur Außenwelt mit Ausnahme von gelegentlichen Telefonaten mit C.,der ihm genüsslich mitteilte, was er alles verpasste. Was C. nicht mitteilte waren die Genesungswünsche von B., die mehrfach nach seinem Zustand fragte.

Noch nicht 100% fit, aber doch in präsentablen Zustand machten C. und er sich nach 14 Tagen zum nächsten Fest auf. Mittlerweile lag auch die beruflich unerfreuliche Episode endgültig hinter ihnen, so dass sie es nun richtig krachen lassen konnten. Auf dem Fest waren auch einige alte Freunde, die es wieder in die alte Heimat gezogen hat. Eine weitere Freundin brachte ihre Kommilitonin S. mit. Obwohl S. und er voreinander gewarnt wurden, verstanden sie sich von Anfang an sehr gut. Und so nahm der Abend und die Nacht ihren weiteren Verlauf und es endete wie es nicht enden sollte. Die Sympathie hielt an und so traf man sich noch einige Male bevor es wenige Tage später in den lange geplanten Urlaub ging.

Vor dem Urlaub stand allerdings noch eine wichtige Abschiedsfeier an. Sie fiel auf den gleichen Tag wie ein großes Sportereignis, so dass die Feier mit dem Sportereignis verbunden wurde. Da dieses Sportereignis leider nicht den gewohnten Ausgang hatte, war die Abschiedsfeier schneller vorbei als gedacht und C. und er zogen noch einmal los. Unterwegs trafen sie B. und eine Freundin. Da jedoch die Laune aufgrund des Sportevents bereits schlecht war und er nichts von ihren Genesungswünschen wusste, gab es nur einige unnötige Floskeln und jeder zog seines Weges.

 

 

HIMYM – 2 – Crazy

Kurz darauf stand die Party des Jahres an und es war das Event der Gegend. Das Wetter war perfekt. Er traf sich bereits frühzeitig mit seinen Freundinnen J. und H. zum Vorglühen und Lockermachen bevor man gemeinsam auf die Party ging. Es war ein rauschendes Fest. Alle hatten eine Menge Spaß. Alle? Nicht ganz. J., H. und er mussten ziemlich schnell feststellen, dass sie es mit dem Vorglühen etwas übertrieben hatten und die Sache geriet etwas außer Kontrolle. Man verlor sich aus den Augen und jeder verbrachte den Rest des Abends für sich. Er verzog sich in sein Auto und sass einfach nur da. Stundenlang hörte er der Musik zu und erfreute sich an den bunten Lichtern des Armaturenbretts. Irgendwann fühlte er sich wieder fit und ging zurück zur Party.

„Hey, was geht?“, „Wo warst Du?“, usw. Er sah, dass die Menschen mit ihm sprachen. C., B. und einige anderen versuchten eine Konversation mit ihm, aber es war hoffnungslos. Er hörte, dass sie etwas zu ihm sagten, aber wie bei einem schlecht synchronisiertem Film passten die Mundbewegungen der Menschen  in keinster Weise zu den Geräuschen, die  er zu hören glaubte. J.und H. ging es in keinster Weise besser.  Also ging er wieder zurück zu seinem Auto und den schönen bunten Lichtern im Armaturenbrett. Und so sass er bei der Party des Jahres noch einige Stunden still und leise in seinem Auto und schaute den bunten Lichtern zu. Als es langsam dämmerte fasste er einen verantwortungslosen Entschluss.

Als er im abgedunkelten Raum aufwachte machte er zuerst einen Funktionstest. Rechter Arm, linkes Bein. Es war ein herrliches Gefühl alles wieder unter Kontrolle zu haben und so blieb er noch einige Stunden liegen und erfreute sich daran, dass er seinem rechten Bein befahl sich zu bewegen und es bewegte sich. Das gleiche mit dem linken Arm. Es war ein Traum. Irgendwann stand er auf und war hoch erfreut als er sah, dass Auto ebenfalls unbeschadet vor dem Haus stand. Nach einem Anruf bei J., die bereits mit H. gesprochen hatte, konnte er sich wieder einigermaßen an die letzten Stunden erinnern. Unter anderem auch daran wie er mit  10 km/h über eine Landstraße geschlichen ist, ohne von der Straße abzukommen. Eine Strecke, die man normalerweise nur aus Angst vor Blitzern nicht schneller als die erlaubten 100 km/h fährt.

Und so ging es nach einer sehr kurzen Phase der Selbstreflexion weiter mit dem Party Marathon. Kumpel P. rief an und meinte, dass man doch zu dieser oder jener Feier gehen sollte und schon war man gemeinsam wieder unterwegs. Die besagte Feier stellte sich als Geburtstag heraus und P. stellte ihm die Zwillingsschwestern M. und M. vor. Es war kein allzu großes Opfer den Verpflichtungen eines Wingman nachzukommen und wieder wurde es ein besonderer Abend.

 

HIMYM – 1 – Love at first sight

Es war immer noch Singlezeit. Was sich allerdings im Winter noch bleiern und grau anfühlte, war im Frühjahr auf einmal Freiheit und Farbe. Damit einhergehend näherte sich eine dunkle, nichtsnutzige berufliche  Episode im Leben immer mehr dem Ende. Der emotionale und meteorologische Winter war am Ende. Der Frühling war überall, die Pflanzen blühten, die Bäume grünten und die Temperaturen stiegen auf sommerliche Werte. Es war einfach eine tolle Zeit als er mit seinem besten Kumpel C. und zwei Freundinnen H. und J. sich auf den Weg zu einem Badesee machten. Der See war noch schweine erfrischend kalt aber die Sonne brutzelte bereits mit voller Kraft. Der See war rappelvoll und die Freunde konnten nur mit viel Glück noch ein Plätzchen in der Nähe von Freundinnen von H. und J. finden. Es war eine ausgelassene Stimmung, denn auch die Mädels hatten einen wichtigen Abschnitt in ihrem Leben abgeschlossen und so erfreuten sich alle am Leben.

Eins der feiernden Mädels war B. B. war ein Traum. Er sah sie und ihm war klar, dass dies die Frau seines Lebens ist. Leider gab es zwei nicht unwesentliche Probleme. Zum einen war sein bester Freund C. ebenfalls der Meinung, dass B. die Frau seines Lebens wäre.  Zum zweiten, und damit das wesentliche größere Problem, hatte B. in keinster Weise den Eindruck vermittelt, dass sie C. oder ihn auch nur ansatzweise als die Männer ihres Lebens oder auch nur der nächsten Woche sah. Im Überschwang der Hormone konnten bzw. wollten allerdings weder C. noch er diese Signale wahrnehmen, so dass alle weiterhin eine Menge Spaß hatten. So gingen es den ganzen Tag und die nächsten Wochen weiter. Feiern bis der Arzt kommt und einhergehend ein stetiges Bemühen B. von den jeweiligen Vorzügen zu überzeugen. Aber B. war kühl und abweisend. Nichts fruchtete. Nichts, gar nichts, nada, nix. Es war zum Heulen. Da hatte er die Frau seines Lebens getroffen und es tat sich nichts. C. machte auch keinerlei Fortschritte, so dass sie sich herzlich darüber auslassen konnten, was B. sich denn einbildet usw.

Nach einigen Tagen hatte er verstanden bzw. eingesehen, dass es mit B. wohl definitiv nichts werden würde und so überließ er seinem besten Freund großzügig die „Rechte“ an B. Nicht dass diese „Rechte“ irgendeinen Wert gehabt hätten, aber es war für ihn ein Weg einen Schlussstrich zu ziehen. C. nahm das „Angebot“ gerne an und bemühte sich weiterhin um B.

 

 

HIMYM – Vorwort

Ich habe die Serie „How I met your mother“ nie gesehen. Erst durch den Hype der letzten Wochen ist sie in mein Bewusstsein gekommen und da habe ich den Titel übernommen. Vielleicht fragen mich meine Kinder irgendwann wie ich ihre Mutter kennen gelernt habe. Dann bin ich vorbereitet.

Die Idee für diese Mini-Serie habe ich von der lieben Frau Knobloch und ihrer Verpilcherung bekommen. Die Verpilcherung ging mir allerdings viel zu langsam und so kam die Idee auf, der guten Frau Knobloch einmal zu zeigen wie man so etwas zack zack zack runter schreibt und nicht Monate bis zum ersten Telefonat braucht. Ich musste dann ziemlich schnell feststellen, dass es gut war, dass ich diese Gedanken nicht ausgesprochen hatte, denn von der Idee bis heute sind doch so einige Wochen vergangen. Da ich die Cliffhanger selbst nicht besonders schätze wird alles auf einmal veröffentlicht. Es ist von 1-6 nummeriert.

Ich musste ebenso feststellen, dass ich mich an einige Dinge erst nach und nach erinnern konnte. Auf einige Erinnerungen hätte ich auch gerne verzichtet, allerdings denke ich dass auch die negativen Erinnerungen Teil des Gesamtbildes sind und letztlich Teil der Entscheidungen, die ich bewusst und unbewusst getroffen habe. Mit einem gewissen Abstand wären bestimmt die einen oder anderen Entscheidungen anders ausgefallen, aber wer hat schon in dem Moment die Weisheit.

Die Erinnerung hat mir auch gezeigt wie schnell ein Leben eine völlig andere Richtung nehmen kann ohne dass es gleich eines großen Schicksalschlages bedarf. Der beschriebene Zeitraum ist nicht einmal fünf Monate und doch wirken die Entscheidungen nach. Aus heutiger Sicht waren es sehr gute Entscheidungen, wenngleich ich natürlich keine Glaskugel habe und nicht weiß, wie die Alternativen sich entwickelt hätten. Es mag die Zeit kommen, wo ich das Gegenteil behaupten werde und die damaligen Entscheidungen als schlecht bezeichnen werde. Ich hoffe es nicht, aber eine Garantie habe ich auch nicht.

 

Gedenken

Niemand ist fort, den man liebt. 

57,3

Es ist Freitag auf Samstag Nacht. Ich habe definitiv zu viel gegessen und mein Körper macht dies sehr deutlich. 

Ich habe auch Lotto gespielt. Ja, ich weiß, dass es wahrscheinlicher ist vom Blitz getroffen zu werden, als zu gewinnen, aber bei EUR 57,3 Mio war es mir den Spaß wert. 

So sitze ich da und überlege, ob ich nun seit einer Stunde ein Mensch mit 57,3 Mio bin, der zuviel gegessen hat oder einfach nur ein Mensch, der zuviel gegessen hat. Ich stelle fest, dass es an meinem Zustand rein gar nichts ändern würde. So oder so.

Die Nacht war kurz und der Jackpot ging nach Finnland.

Aber ich fühlte mich sehr befreit.

 

Glücksmomente

Den Titel habe ich bei der lieben Schnipsel „geklaut“. Ihr Eintrag hat das Fass zum Überlaufen gebracht, nachdem bereits vorher die liebe Hilde in abgewandelter Form über das Glück schrieb und auch die liebe Nadine einen alten Eintrag neu gepostet hat von dem ich sage, dass man ihn auch noch in vielen Jahren veröffentlichen kann. Alle Beiträge haben ein inneres Suchen nach Glücksmomenten ausgelöst. Momente, die auch nach einigen Jahren immer noch ein breites Grinsen hervor rufen. Es ist wie bei vielen Dingen, man muss sich nur etwas Mühe geben und schon klappt es und die Bilder sind wieder da.

Es war ein wunderschöner Sommertag, als sie sich auf den Weg machten. Die Straßen waren frei, die Stimmung ausgelassen. Ja, es würde ein ganz besonderer Tag bzw. Abend werden. Wenn, ja wenn sie erst einmal rein kommen. Sie hatten die Karten über das Internet gekauft obwohl überall davor gewarnt wurde, da die Karten personalisiert waren. Auf der einen Karte stand immerhin ein skandinavisch klingender Männer-Vor und Nachname. Da konnte man sich unter Umständen noch herausreden. Die andere Karte war das Problem. Eindeutig ein Frauenname und über den Nachnamen brauchte man erst gar nicht zu reden.

Das Auto war geparkt und der Moment der Wahrheit war gekommen. Überall Polizei und Sicherheitsdienste. Eine Körperkontrolle, die wahrscheinlich auch ins Weiße Haus führen würde, aber niemand interessierte sich für die Eintrittskarten. Sie schauten sich ungläubig an. War es das bereits? Leider nein, denn auf Nachfrage stellte sich heraus, dass die Kartenkontrolle noch kam. Die Nervosität stieg an. Sicherheitspersonal stand neben den Scanner. Zittrig hielten sie den Barcode ihrer Karten unter den Scanner. Nichts passierte. Eine freundliche Sicherheitsfrau nahm die Karte, hielt sie richtig unter den Scanner und zack war der Erste drin. Und zack war der Zweite drin. Niemand hatte sich für die Namen interessiert. Alle auswendig gelernten Begründungen waren völlig unnötig. Sie waren überglücklich und die Party konnte beginnen.

So schauten sie dem Treiben zu. Hin und her. Es war laut, es war heiß und das Adrenalin pumpte immer noch durch die Adern. Doch je länger es dauerte, desto mehr baute sich das Adrenalin ab und die Euphorie ging immer mehr zurück. Es war kurz vor dem Ende, als sie sich dachten, dass die ganze Aktion doch ein ziemlich großer finanzieller und zeitlicher Aufwand für relativ wenig Gegenwert war.

Als sie in Gedanken versunken sinnierten, passierte es doch noch:

Die Energie, die sich in diesem Moment entlud war jeden Cent und jede Stunde wert. Die Stimmung, die Gesichter der Menschen. Unbeschreiblich. Nur 20 Tage später war das Märchen vorbei und es herrschte am gleichen Ort eine gespenstische Stille. Aber das wusste damals noch niemand und so wurde die Nacht zum Tag.

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