Omnis amans amens

…nothing is desperately important and the joy of life is just looking at it

Monat: März, 2014

Vom Menschenfreund zum Menschenfeind und zurück innerhalb weniger Stunden

Der folgende Eintrag wird wahrscheinlich auf den ersten und auch den zweiten Blick keinen Sinn ergeben. Ich stelle ihn trotzdem online. Schaun mer mal, was passiert.

Wenn man mich beschreiben würde, dann würden wahrscheinlich Worte wie ruhig, zurückhaltend, besonnen, weltoffen, tolerant etc. Verwendung finden. Ich würde dem auch zustimmen. Zum einen, da es zum Großteil positive (wenn man keinen Political Correctness Faktor unterstellt) Beschreibungen sind und zum anderen, weil ich mich auch selbst so sehe. 

Umso erschreckender empfinde ich es allerdings wie schnell diese vermeintlich positiven Eigenschaften in meinem Kopf innerhalb kürzester Zeit verschwinden, wenn bestimmte Triggerpunkte ausgelöst werden. Am stärksten zeigt sich das im Straßenverkehr, wenn (vermeintliches) (Fehl)verhalten anderer Verkehrsteilnehmer mit entsprechenden Kommentaren kommentiert wird. Wenn andere Personen im Auto sitzen, dann behalte ich die Worte für mich. Wenn ich alleine fahre, dann spreche ich sie aus. Es sind keine schönen Worte und entsprechend will ich sie nicht widergeben. Wie dünn ist die „Zivilisationsschicht“ tatsächlich und was würde sie aushalten, wenn ich wirklich Stress hätte?

Die andere Seite des Spektrums war nur unwesentlich später, als mich die Freude dazu brachte wildfremde Menschen (mit gleichen Interessen) zu umarmen. Einfach so. Und es waren Menschen für die ich normalerweise die Straßenseite wechseln würde, wenn ich sie anderer Stelle treffen würde. Wie groß ist das Potential interessante Menschen kennen zu lernen, wenn man einfach nur offen auf sie zugehen würde.

Ob nun positive Ausschlägen nach oben oder negative nach unten. Am Abend wusste ich die eigenen vier Wände wieder zu schätzen.

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Und wenn wir schon dabei sind…

… dann beantworte ich auch noch die Fragen der lieben Frau Knobloch:

1. Ab wieviel gelesenen Einträgen folgen Sie anderen Wortkreatören/ Wortkapriziösen?

Meistens ab dem ersten oder gar nicht

2. Ab wann tackern Sie die in Ihre Lieblinksliste ein?

Auch wenn Sie mir erklärt haben, wie ich diese Liste erstelle, habe ich doch weiterhin nur den Knecht am Laufen und da klicke ich wie in 1. beschrieben entweder sofort oder nie auf das Plus.

3. Wie lange bleiben Sie denen treu, die im Bloglesebefehlsknecht sehr lange nicht auftauchen?

Wenn sie nichts schreiben, dann lasse ich sie drin, da sie auch nicht weiter „stören“. 

4. Besuchen Sie ruhende Blogs und hinterlegen Sie Grüße?

Ich traue dem Knecht nicht und schaue ab und an bei Blogs nach, von denen ich weiß, dass meist in einem bestimmten Abstand etwas kommt. Grüße hinterlege ich allerdings nie bzw. fast nie.

5. Wieviel Ihrer Lieblieblingsblogschreiber würden Sie sofort auf ein Bierchen treffen wollen?

Ich bin ein sehr großer Freund der Anonymität. Entsprechend dürfte ich eigentlich niemanden treffen. Über die Zeit sind mir manche Blogger allerdings ans Herz gewachsen und es wäre bestimmt interessant einen direkten Austausch zu haben. Ich würde die Anzahl auf ca. 10-20 schätzen.

6. Haben Sie schonmal einen Blog komplett nachgelesen, auch über Jahre hinweg, weil Sie so angetan waren?

Oh ja, am Ende haben mir die Augen weh getan. Ich muss das machen, um die aktuelle Situation zu „verstehen“ bzw. das Gefühl zu haben, etwas zu verstehen. 

7. Gibt es Blogs, die sie zwar gernst besuchen, sich da aber noch nicht bemerkbar gemacht haben?

Das kann ich zwar nicht ausschließen, aber halte es für sehr unwahrscheinlich. 

8. Aus welchen Gründen?

Es fällt mir wie gesagt kein Fall ein.

9. Sind Sie nur bei WordPress lesend unterwegs oder besuchen Sie auch Blogs anderer Plattformanbieter?

Auch bei anderen, aber hier ist der Bequemlichkeitsfaktor am höchsten

10. Haben Sie eigentlich soviel Zeit für diese Blogblogfragerunde und was hätten Sie jetzt eigentlich lieber getan?

Eigentlich nicht, aber ich fand die Fragen so gut.

11. Würden Sie eine Blogfestivität besuchen, wenn Sie eingeladen werden würden?

Ja.

Aus dem hohen Norden

Die liebe Nadine aus dem hohem Norden hat mich nominiert (Vielen Dank) und 11 Fragen gestellt. Bevor ich es vergesse kommen jetzt schnelle Antworten. Das hat den großen Vorteil, dass ich mich rausreden kann. Manche Fragen sind sehr gut. Da müsste ich mich allerdings für 2 Wochen in ein Kloster begeben, um eine bessere Antwort zu schreiben, als wenn ich es schnell beantworte. 

1. Was ist deine liebste Uhrzeit des Tages und warum?

Eine super Frage, über die ich noch nie nachgedacht habe. Keine Ahnung. Wenn ich mich entscheiden müsste, dann wahrscheinlich die Mittagszeit. Da bin ich definitiv wach und noch nicht müde.

2. Welchen Tick bzw. welche Macke würdest du wirklich gern loswerden?

Ich kann sehr lange schweigen, wenn es nicht passend ist.

3. Was ist deine liebste Macke bei anderen?

Das hängt von den Personen ab. Ich nenne stellvertretend eine Person, die einem immer so fest umarmt hat, dass man keine Luft bekommen hat. Weiß man erst richtig zu schätzen, wenn es nicht mehr der Fall ist. 

4. Hat sich das Bloggen bei dir im Laufe der Zeit verändert? Wie?

Wahrscheinlich ja. Aktuell fehlt mir die Leichtigkeit.

5. Was machst du an einem Sonntag?

FAS lesen.

6. Was würdest du niemals an einem Sonntag tun?

Bin da völlig flexibel. Der Sonntag hat keine besondere Bedeutung.

7. Deine Lieblingsstadt? (Und warum?)

Ich wohne gerne hier. Ich würde auch gerne in Italien wohnen, wenn ich die Sprache sprechen würde. Oslo und Stockholm würde mir von März bis Oktober gefallen. 

8. Wann hattest du das erste Mal in deinem Leben das Gefühl, wirklich klar zu sehen?

Auch das ist eine sehr gute Frage auf die ich leider keine Antwort habe. Es gab einige Entscheidungspunkte bei denen mir „klar“ war, was ich zu tun und zu lassen hatte, aber habe ich da wirklich klar gesehen?

9. Dein Lieblingsbuch? (du weißt ja…warum?)

„Tage der Toten“ von Don Winslow

10. Wovor hast du Angst? (…nein, du musst nicht erzählen, warum.)

Krankheit, Tod, Verbrechen, Armut, Verletzung, etc

11. Wenn du an Wiedergeburt glauben würdest, wer wärst du dann schon gewesen?

Eine tolle Frage. Ich glaube, dass es nach dem Tod weiter geht, aber habe nie daran gedacht, dass es vor der Geburt schon etwas gegeben haben könnte.

 

Ich verzichte auf eigene Fragen und Nominierungen, da mir dafür die Zeit fehlt. aber verweise auf die Fragen der Frau Knobloch, die jeder beantworten kann, der will. Vor ihren Fragen beantwortet sie noch die Fragen des Herrn Faktoid. Ich verweise hier besonders auf Frage Nr. 5, über die ich mich immer noch kaputt lachen kann. 

Es wäre wirklich schön, wenn man schneller warten könnte

Der Titel ist ein Zitat aus einem Kommentar der lieben Peppa. Das Warten kann eine leidige Angelegenheit sein. Was ist „Warten“? Das Internet hat viele Definitionen zur Hand. Es gibt sogar aktives Warten und es gibt Warten im Straßenverkehr. Das Warten geht einher mit dem Zeitgefühl. Zeit ist immer gleich. Doch das Zeitgefühl ist immer unterschiedlich. Die schönen Momente gehen zu schnell vorbei, die schlechten Momente gehen zu langsam vorbei.

Man wartet auf eine grüne Ampel. Ist man beschäftigt, dann wird sie gefühlt schneller grün, als wenn man nur wartet. Ist man unter Zeitdruck, zum Beispiel weil man zu spät ist, dann erlebt man wie die Zeit während der Rotphase extrem langsam vergeht und gleichzeitig viel zu schnell verfliegt, da man doch weiter muss. Es gibt den Kindergeburtstag. Die Zeit vergeht wie im Flug, wenn die eigenen Kinder bei Freunden eingeladen sind und man sie innerhalb kürzester Zeit wieder abholen muss. Und es gibt den Kindergeburtstag wenn die Freunde der eigenen Kinder da sind und die Zeit vergeht und vergeht nicht, bis die anderen Eltern endlich ihre Kinder wieder abholen. Es gibt das Fußball-, Handball-, Basketball-, etc-Spiel. Liegt die eigene Mannschaft knapp vorne, dann vergeht die Zeit sehr sehr langsam. Liegt die eigene Mannschaft hinten, dann verfliegt die Zeit.

Die Beispiele oben haben allerdings den ganz großen Vorteil, dass das Warten definitiv ein Ende haben wird. Man weiß, dass die Ampel irgendwann grün werden wird. Man weiß, dass die Kinder irgendwann abgeholt werden. Das Spiel ist irgendwann vorbei, auch wenn das Ergebnis mitunter missfällt. Selbst Geburten werden irgendwann eingeleitet, wenn sich nichts von alleine ergibt. Man hat irgendwann Gewissheit. Gewissheit erleichtert das Weiterleben.

Warten gepaart mit Ungewissheit ist grausam. Das Warten auf „den“ Anruf, der vielleicht nie kommen wird. Auch da hat man de facto irgendwann Gewissheit, da Nicht-Melden auch eine Aussage ist, aber de facto lässt immer noch dieses Restfünkchen Hoffnung. Es gibt das Warten auf eine Diagnose, auf eine Prognose, etc. Das Warten auf ein Lebenszeichen von einem vermissten Menschen oder ein vermisstes Flugzeug. Die Vernunft gibt klar vor, dass bestimmte Fakten keine Hoffnung zulassen und doch ist es die Hoffnung, die einen antreibt und weiter leben lässt. Und wenn sich die Hoffnung doch noch erfüllt, dann hat sich das Warten gelohnt. Jede Sekunde, Minute, etc.

Kann man schneller Warten? Man kann, wenn man sich rechtzeitig Alternativen sucht. Leider gibt es nicht immer die passenden Alternativen. Allerdings kann man auch auf die Alternativen warten.

Update:

Man kann das Warten mit Wolken beobachten verkürzen oder alternativ den Eintrag der Wolkenbeobachterin zum Thema warten lesen

Die (vermeintliche) Anonymität

Er liest einen Eintrag eines anderen Blogs und kommentiert mit einer Anekdote aus dem persönlichen Umfeld. Er hat ein komisches Gefühl und verfremdet die Anekdote.  Er stellt dann fest, dass der Eintrag eine Vorgeschichte hat und beim Lesen der Vorgeschichte gefriert das Blut in seinen Adern, da die Vorgeschichte genau seiner Anekdote entspricht. Er will daraufhin die Anekdote löschen und muss feststellen, dass sie weg ist. Ist sie weg oder war sie nie da? Hatte er sie nie abgeschickt? Hatte er sie gar nie geschrieben? Hatte das Schicksal gütlich eingegriffen? Hatte der andere Blogger unter Umständen die gleiche Erkenntnis und den Kommentar gelöscht?

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